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1855 - 2005 Das Evangelische Krankenhaus BETHESDA wird 150 Jahre alt. Ein Anlass, der die ev. Kirchengemeinden, die Träger des Krankenhauses sind, stolz sein läßt auf eine lange Geschichte des Heilens und Helfens in Mönchengladbach. Es waren Pfarrer wie Otto Zillessen und Ludwig Weber sowie betuchte Gemeindemitglieder, die aus christlicher Nächstenliebe und sozialer Verantwortung heraus den Anstoß zur Pflege und Versorgung der Bedürftigen in der Gemeinde gaben. Viele Menschen lebten in der Mitte des 19. Jahrhunderts in beengten und sanitär schlechten Wohnverhältnissen. Ein Beobachter spricht von„zusammengedrückten luft- und lichtscheuen Häuschen einer kleinen Landstadt, in einzelnen Erdgeschossen Lehmboden, die Zimmer oft zu niedrig, dass man nicht aufrecht stehen kann”. Ernährung und medizinische Versorgung waren vielfach gänzlich unzureichend. In einer Zeit, in der kaum jeder fünfte Bürger in Mönchengladbach evangelisch war, unternahm die Gemeinde 1855 die ersten erforderlichen Maßnahmen zur Behebung der Missstände. Zwei Kaiserswerther Diakonissen wurden ab Ende September 1855 mit der Einrichtung und Leitung des evangelischen Kranken- und Armenhauses BETHESDA und mit der Betreuung der Kranken und Altersschwachen sowie mit der Aufnahme von Waisen betraut. Von Anfang an bekam das Krankenhaus den Namen „BETHESDA” nach dem im Johannesevangelium Kapitel 5 benannten Teich in Jerusalem, in dem Kranke Heilung suchen. Unterstützte in der Anfangsphase der Kommerzienrat und Textilfabrikant Quirin Croon großzügig das Projekt, war die Gemeinde im weiteren Verlauf auf Kollekten und Spenden zur Unterhaltung der Einrichtung angewiesen. An dieser Stelle sind Namen wie Boelling, Busch, Harft, Krall, Langen, Peitzer, Pferdmenges u.a, zu nennen, deren Grabstätten sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Krankenhauses auf dem evangelischen Friedhof finden. Auch wenn das moderne Gesundheitszentrum BETHESDA nur noch wenig gemein hat mit seinen Anfängen an der Viersener Straße, so steht es doch unverändert in der Tradition seiner Gründungsväter. Träger und Mitarbeiter wissen um die besondere Bedeutung einer ganzheitlichen Medizin, einer Hilfe an Leib und Seele, eines Beistandes für die Kranken und Sterbenden und ihres Umfeldes in existentieller Bedrängnis. Trotz vielfacher Zwänge, denen das Krankenhaus heute ausgesetzt ist, gilt es, den Auftrag seiner Gründer und Förderer, Nächstenliebe zu üben und soziale Verantwortung wahrzunehmen, weiterhin zu bewahren und zu leben. Predigt über Johannes 5, 1-9
anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Ev. Krankenhauses Bethesda |
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