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EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND: PRESSESTELLE, 17. März 2004 Essener Pfarrer und seine Frau versteckten Juden in der Kirche: ![]() Der ehemalige Essener Pfarrer Johannes Böttcher und seine Frau Käthe sind von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem posthum zu „Gerechten unter den Völkern“ erklärt worden. Mit diesem Titel ehrt Yad Vashem Menschen, die während des Holocaust unter Einsatz ihres eigenen Lebens Juden vor der Verfolgung und Ermordung durch die Nationalsozialisten geschützt haben. Böttcher (1895-1949), der zunächst Pfarrer in der Essener Altstadt war, und seine Frau Käthe (1898-1966) hatten gemeinsam mit dem befreundeten Pfarrer Heinrich Held (1897-1957) jüdische Mitbürger in den Kellergewölben unter den Trümmern der Reformationskirche und im Pfarrhaus versteckt. Die Juden hatten noch im Spätherbst 1944 zur Vernichtung abtransportiert werden sollen. Nach Rüttenscheid war das Ehepaar Böttcher gekommen, nachdem die Altstadt bei Bombenangriffen zerstört worden war. Heinrich Held, der von 1949 bis 1957 als erster Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland amtierte, ist bereits im vergangenen Jahr von Yad Vashem ausgezeichnet worden. „Ich bin der Gedenkstätte Yad Vashem
dankbar, dass sie nun auch Johannes Böttcher als ,Gerechten unter
den Völkern‘ ehrt.
Und es erfüllt mich mit besonderer Freude, dass seine Ehefrau Käthe
Böttcher ausdrücklich in diese Ehrung eingeschlossen ist. Ohne
ihre mutige Hilfe wäre der Einsatz für verfolgte Juden nur
schwer denkbar gewesen“, so Präses Nikolaus Schneider
in Düsseldorf. |
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