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„Books Writing Integrativ“ der Künstlerin Benita Joswig - ein Beitrag von Wolf Clüver
Was heutige Menschen denken und fühlen, soll in zehn Büchern handschriftlich festgehalten werden. Die Bücher haben leere Seiten und tragen die Titel „Blut“, „Farbe“, „Grenze“, „heilen“, „ich“, „Lust“, „reich“, „Stadt“, „warten“, „Worte“. Jedes Buch hat neun Kapitel, die als Überschriften die Titel der übrigen Bücher haben. Wenn man also irgendein Buch an irgendeiner Stelle aufschlägt, entsteht dadurch eine Kombination aus zwei Begriffen. Wer sich davon anregen lässt, kann seine, ihre eigenen Gedanken zu diesem Begriffspaar aufschreiben. Benita Joswig hat die Begriffe zusammen mit amerikanischen Studenten ausgewählt. Inzwischen haben Menschen aus mehreren Kontinenten ihre Handschriften in dem Werk hinterlassen. Die Bücher waren in den USA, in Nicaragua, in Japan und Europa. Auf diese Weise entsteht ein Unikat, ein Einzelstück, irgendwo zwischen Kunst und Geschichtsschreibung, auf jeden Fall direkt von den Menschen. Eine Momentaufnahme der Menschheit, die direkt in die Herzen blickt. Wer hineinschreibt, hinterlässt die eigenen Gedanken in einem ästhetischen Gedenken, wird Teil eines Kunstwerks und eines Prozesses, der selbst Kunst ist. Benita Joswig ist begeistert über die Idee, Books Writing auch für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen. Das passiert nun – eine Weltpremiere! – in der Christuskirche: „Books Writing Integrativ“. Von Freitag, 24. September, bis Sonntag, 26. September, sind die Bücher in Mönchengladbach. Wir laden Menschen mit und ohne Behinderung ein, ihre Gedanken aufzuschreiben. Weil manche Menschen mit Behinderung sich nicht sprachlich, sondern in Bildern ausdrücken, gibt es parallel eine Ausstellung ihrer Werke. Die Gruppe „Strichstärke“ aus Mönchengladbach hat sich mit den zehn Buchtiteln auseinandergesetzt und eindrucksvolle Werke geschaffen, die in der ausstellungserfahrenen Christuskirche zu sehen sein werden. Um für die Schreibaktion die Kirche offen zu halten und den Schreibenden zur Seite zu stehen, hoffen wir auf Helferinnen und Helfer: Leute, die Lust haben, sich – so lange sie möchten – um die Schreibenden zu kümmern. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Pfarrer Wolfgang Hess oder bei mir. Wir werden Sie einladen und Ihnen eine exklusive Einführung in das Projekt geben. Kontakt: Wolfgang Hess, Telefon 18 01 60 oder Wolf Clüver, Telefon 24 63 78 und 0151 / 54 64 80 38. |
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