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Abschied vom Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Es geht weiter...
Es geht weiter,
auch wenn das Dietrich-Bonhoeffer-Haus am 15. Februar geschlossen wird. Alle Kreise, Gruppen, Veranstaltungen und Gottesdienste, die im Dietrich-Bonhoeffer-Haus angeboten werden, finden an anderer Stelle ein neues Zuhause.
Das ist für viele eine große Umstellung, das ist aber auch eine große Chance, die Gemeinde an anderen Orten zu erleben und neue Menschen kennen zu lernen, ohne liebgewordene Beziehungen und Kontakte aufgeben zu müssen. Geeignete Räume sind wichtig, aber was uns als Gemeinde ausmacht und verbindet, hängt nicht an Gebäuden. Aus unterschiedlichen Gründen wird es keinen Eins zu Eins Umzug aller Gruppen aus dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus in ein anderes Gemeindezentrum geben.
Auf Initiative aus dem Seniorenkreis sind wir auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, die das Haus der Arbeiterwohlfahrt in der Neusser Straße 401 anbietet. Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen dort und nach Beratungen in der Gemeinde hat das Presbyterium beschlossen, die beiden Angebote für Senioren (Gymnastik und der wöchentliche Seniorenkreis) in die Räume der AWO zu verlagern. Es bleiben Kreise der Gemeinde, aber in „fremden“ Räumen, denn der Weg in die Friedenskirche wäre für viele regelmäßige Teilnehmende wohl zu umständlich und zu weit. Die Gemeinde führt die beiden Kreise eigenverantwortlich durch. Die Anfangszeiten verändern sich nicht. Frau Döhmen und Pfarrer Feuersänger bleiben die für diese Arbeit zuständigen Ansprechpartner.
Der Frauenabendkreis, der sich schon seit sehr vielen Jahren an jedem ersten Dienstag im Monat trifft, wird ab März im Gruppenraum in der Friedenskirche seinen Ort finden. Auf eigenen Wunsch wird der Beginn auf 15 Uhr verlegt, weil die Frauen den Weg mit dem Bus oder Fahrrad lieber am Nachmittag als abends zurücklegen.
Die Gesprächsgruppen für Erwachsene, zu denen die beiden Bibelkreise und die Bunte Quelle gehören, finden ihre Heimat im Paul-Schneider-Haus und zwar im dortigen „Schwesternzimmer“, das gerade entsprechend umgestaltet wird.
Die beiden Kindergruppen, die montags und dienstags von Frau Kammler beziehungsweise Frau Döhmen angeboten werden, ziehen in die Jugendetage des Paul-Schneider-Haus um.
Die Pfadfindergruppe Seeadler, die es seit mehreren Jahren im Dietrich-Bonhoeffer-Haus gibt, ist bereits in den Pfadfinderraum im Haus Zoar ausgewandert.
Der Konfirmandenunterricht läuft für die Jugendlichen, die 2005 konfirmiert werden, bereits nach einem neuen Modell: Pfarrer Smidt mit Frau Döhmen im Paul-Schneider-Haus und Pfarrer Hesse mit Frau Krokowski im Karl-Immer-Haus machen den Unterricht für alle vier Bezirke. Der Konfirmandenjahrgang, der zurzeit mit Pfarrerin Kaminsky Unterricht hat, wird sich nach dem 15. Februar im Paul-Schneider-Haus treffen und im Mai in der Friedenskirche die Konfirmation feiern.
Gottesdienste werden ab dem 22. Februar auch im Paul-Schneider-Haus jeden Sonntag angeboten. Die Spätschichtgottesdienste finden ab März zu den gewohnten Zeiten dort statt.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind sowohl die Friedenskirche wie das Paul-Schneider-Haus erreichbar.
Das Pfarrerehepaar Kaminsky / Feuersänger wird nach dem jetzigen Stand der Planung im April oder Mai in die Pfarrwohnung des Paul-Schneider-Hauses umziehen. Pfarrer Smidt wird dann in seine Privatwohnung umgezogen sein, die Arbeit im Bezirk Harderbroich-Pesch aber weiterhin versehen, auch wenn er nicht mehr im Bezirk wohnen wird. Zuständig für den Bezirk Lürrip-Uedding bleiben Pfarrerin Kaminsky, Pfarrer Feuersänger und die Gemeindepädagogin Angela Döhmen.
Es geht nicht weiter
mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus, weil die Gemeinde sparen muss. Schon seit einigen Jahren kann der Haushalt nur dadurch gedeckt werden, dass sie ans Ersparte geht. Und das ist bald zu Ende, wenn nicht im Ausgabenbereich drastische Einschnitte gemacht werden. Die schlechte Bausubstanz war ein wesentlicher Faktor, warum die Gemeinde sich vom Dietrich-Bonhoeffer-Haus trennen wird. Über weitere Einsparmaßnahmen werden wir berichten.
Es laufen ernsthafte Verhandlungen mit einer christlichen Gemeinde, die das Dietrich-Bonhoeffer-Haus kaufen möchte. Bei der Schließung des Hauses wird auch der Name Dietrich-Bonhoeffer-Haus entfernt werden.
Wie es anfing
mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Haus vor über 30 Jahren ?!
„Gemeinde muss da sein, wo die Menschen wohnen“ war damals das Motto und Anliegen der Gemeinde, als die Gemeindezentren Karl-Immer-Haus, Dietrich-Bonhoeffer-Haus und Paul-Schneider-Haus gebaut wurden. Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus wurde für viele Menschen aus Lürrip und Uedding über die Jahre hinweg ein geistliches Zuhause, es war offen für Spiel- und Krabbelgruppen, Hausaufgabenbetreuung, Geburtsvorbereitung und Flötengruppen. Konfirmanden und Senioren, junge und älter werdende Mütter haben sich hier regelmäßig getroffen. Gemeindefeste und Gottesdienste wurden gefeiert, Glaubensseminare, Bibelkreise und Abendgebete wurden gehalten.
Das schlichte Gebäude mit seinen vielen Fenstern charakterisiert das Gemeindeleben in diesem Haus: unspektakulär, aber herzlich begegnen sich Menschen und begegnen miteinander Gott.
Auch wenn wir die Notwendigkeit der Schließung einsehen und die alte Arbeit an neuer Stelle, sowie auch die anstehenden Veränderungen gerne mittragen und auf den Weg bringen wollen, gilt: Wir werden ‘unser DBH’ schon vermissen ...
Der Schlußtag
Der 15. Februar 2004 wird ein wichtiger Tag für die Evangelische Friedenskirchengemeinde Mönchengladbach: Es findet in allen vier Zentren im Anschluss an die Gottesdienste Wahlen zum Presbyterium statt und eines dieser Häuser, das Dietrich-Bonhoeffer-Haus, wird an diesem Tag geschlossen werden. So ein Ereignis kann nicht gefeiert werden. Aber dieses Haus, das vielen Menschen der Gemeinde wichtig und lieb geworden ist, kann und soll auch nicht sang- und klanglos geschlossen werden.
Für diesen Tag ist Folgendes geplant:
9.30 Uhr
Abendmahlsgottesdienst,
in dessen Mittelpunkt unsere Verbundenheit mit Jesus Christus, dem Herrn der Gemeinde, steht.
10.30 bis 16.00 Uhr
Öffnung des Wahllokals für die Presbyteriumswahl,
parallel dazu im Foyer: Kaffee und Klön
ab14.00 Uhr
Kaffee und Kuchen für die WählerInnen
16.30 Uhr
tritt das Kirchenkabarett DeBHakel (Foto) noch ein mal im DBH auf. ‘Gemeindeabbau’ heißt das Programm. Bissig und spitz, aber nicht lieblos wird aufgezeigt, wie Kirche oft genug gegen sich selber arbeitet, haarscharf an ihren eigenen Zielen vorbei.
18.00 Uhr
Snack und Talk:
Bei einem kleinen Häppchen können Erinnerungen, die mit dem DBH verbunden sind, ausgetauscht werden. Wir wollen im liturgischen Teil auf Grußworte und Abschiedsreden verzichten, denn nicht alle mögen einen langen Abschied.
19.00 Uhr
Liturgischer Abschluß,
an dem auch Familien mit Kindern teilnehmen können. Wir werden uns im Gemeindesaal versammeln, um mit Liedern, Gebeten und Segen die Schließung dieses Hauses zu begehen. Danach ziehen wir gemeinsam aus.
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