Die Finanzkirchmeisterin berichtet
Haushaltsplan für das Jahr 2005

Sie wissen, dass im Jahr 2005 eine erneute Steuerreform zum Tragen kommt, die für die Arbeitnehmer in der Regel eine Entlastung bedeutet. Gleichzeitig heißt das aber für die Kirchengemeinden, dass entsprechend dort die Einnahmen aus der Kirchensteuer deutlich niedriger werden. Unsere Landeskirche geht davon aus, dass dann die Einnahmen etwa 10% unter denen des Jahres 2004 liegen.

Für unsere Kirchengemeinde bedeutet das konkret, dass wir alles daran setzen müssen, um unsere Ausgaben zu senken.

Einiges konnte inzwischen auch verwirklicht werden: Es ist gelungen das Dietrich-Bonhoeffer-Haus zu verkaufen, so dass künftig für dieses Gemeindezentrum keine Kosten mehr entstehen. Dass diese Entscheidung zur Aufgabe eines Gemeindezentrums dem Presbyterium und den Gemeindegliedern sehr schwer gefallen ist, wissen wir alle.
Die Küsterin des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses schied aus unseren Diensten aus, da ihr Rentenantrag zum 01. Dezember 2004 genehmigt wurde. Dies bedeutet für 2005 eine deutliche Reduzierung unserer Kosten für die Küsterdienste.
Im Mai 2005 beginnt für Herrn Pfarrer Smidt der wohlverdiente Ruhestand und das Presbyterium hat, wie Ihnen ja bekannt ist, beschlossen, diese Pfarrstelle durch die Landeskirche aufheben zu lassen, was ebenfalls eine Entlastung des Haushalts bedeutet.

Diese Veränderungen wirkten sich auch auf die Zahlen des Haushalts aus: Für das Jahr 2004 mussten wir eine Entnahme aus der Haushaltssicherungsrücklage in Höhe von 230.000 Euro einplanen – für das Jahr 2005 gehen wir von einer Entnahme in Höhe von nur noch 97.000 Euro aus. Hinzu kommen 75.500 Euro, die aus der Bauunterhaltungsrücklage entnommen werden müssen, da auch im Jahre 2005 in den einzelnen Gemeindezentren dringend notwendige Reparaturen durchzuführen sein werden. Diese Bauunterhaltungsrücklage schrumpft merklich zusammen, denn wir hatten in den letzten Jahren keine Möglichkeit, diese Beträge aus den laufenden Einnahmen wieder zuzuführen, so dass in etwa drei Jahren diese Rücklage komplett aufgebraucht sein wird. Auch für die Haushaltssicherungsrücklage gilt, dass die ständigen Entnahmen dazu führen, dass diese Rücklage in etwa drei Jahren nicht mehr besteht.

Das heißt, wir müssen weitere Sparmaßnahmen einleiten.

Weitere Einsparungen erhoffen wir durch die Zusammenführung der Verwaltung (Gemeindeamt) mit dem Diakonischen Werk. Hier können Synergie-Effekte erreicht werden, die dazu führen müssen, dass unsere Beiträge für die Gemeindeverwaltung und das Diakonische Werk reduziert werden können. Aber dieses wird letztlich nicht ausreichen: Wir werden versuchen, bestimmte Vorhaben und Projekte durch Spenden zu finanzieren und haben ja bei der Gestaltung des Außengeländes unserer Kindertagesstätte „Senfkorn“ damit ganz vorzügliche Erfahrungen gemacht, denn fast 40.000 Euro kamen durch kleinere und größere Spenden von engagierten Gemeindegliedern zusammen. Wir möchten daher herzlich bitten, uns weiterhin zu unterstützen, wenn wir in den nächsten Monaten wieder mit ganz konkreten Spendenbitten auf Sie zukommen.
Ilse Harff (Finanzkirchmeisterin)

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