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1854 - 2004: 150 Jahre Evangelischer Friedhof am Wasserturm
„Steinerne Zeugen – lebendige Geschichte“
Ab und zu nutze ich die Gunst der Stunde und setze mich auf eine der Bänke unter den uralten Bäumen auf dem Ev.Friedhof am Wasserturm und geniesse die ganz eigene Atmosphäre dieses Ortes. Eine Oase der Ruhe mitten in der Stadt, ein friedlicher Ort. Ein Ort des Todes, aber auch des prallen Lebens; der Trauer, aber auch der Lebensfreude; ein Ort, auf dem steinerne Zeugen eine lebendige Geschichte erzählen.
Nun wurde der Ev.Friedhof am Wasserturm 150 Jahre alt. Ein guter Anlass für ein Fest, das wir am Totensonntag, den 21.November 2004, gefeiert haben.
Die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung und der Friedhofsgärtnerei freuten sich über die vielen Besucher aus der ganzen Stadt:
(Foto von links nach rechts) Hans-Otto Klein, Alexander Feltes, Ingo Dammer, Frank Irmen, Stefan Hanisch, Berd Gerres.
Die Festschrift zum Jubiläum finden Sie als PDF Dokument hier (hohe Auflösung ca. 16 MB, niedrige Auflösung ca. 650 KB).
Der Präses der EKiR zum Jubiläum:
Das Jubiläum des Ev. Friedhofs in Mönchengladbach fällt in eine Zeit der Pluralisierung und Individualisierung der Bestattungsrituale. Die Fragen einer würdigen und angemessenen Bestattungskultur finden breites öffentliches Interesse. Das im Juni 2003 verabschiedete Bestattungsgesetz Nordrhein-Westfalen stärkt die Entscheidungshoheit der Verstorbenen und Hinterbliebenen. Zugleich aber orientiert sich das Gesetz an christlichen Traditionen, die auch die Entwicklung und Gestaltung des Evangelischen Friedhofs in Mönchengladbach in den 150 Jahren seines Bestehens prägten. Dazu gehören die Unantastbarkeit der Ehrfurcht vor den Toten, die Totenbestattung als eine öffentliche Aufgabe, die Verwendung christlicher Symbole wie das Kreuz und die Kennzeichnung der Grabstätte mit dem Namen des Verstorbenen. Ein kirchlicher Friedhof ist und bleibt ein Ort christlicher Gedenk- und Erinnerungskultur, im Lichte der Gottebenbildlichkeit des Menschen und seiner Auferstehung.
Der Evangelische Friedhof in Mönchengladbach erinnert die Bewohner der Stadt an die Bedeutung eines würdevollen Umgangs der Hinterbliebenen mit den sterblichen Überresten von Menschen. Wie wir mit unseren Toten umgehen, ist eine Frage der Achtung, der Pietät und der Menschenwürde und kann sich angesichts der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft auch auf den Umgang mit den Lebenden auswirken. An den Gräbern der Verstorbenen preisen wir den auferstandenen Herrn und trösten uns in der Hoffnung, dass unser Leben auch nach dem Tod in Gottes Hand geborgen ist. Unser Lebensweg ist kein Irrweg, sondern eine Heimreise. Daran möge das Jubiläum des Ev. Friedhofs Mönchengladbach erinnern.
Das Programm:
 Samstag, 20.11.2004:
Die Kinder des Kindergottesdiensttages besuchen den Friedhof.
Sonntag, 21.11.2004:
10 Uhr Festgottesdienst in der Christuskirche, Kapuzinerplatz.
Zu den Klängen des Posaunenchors ziehen wir zum Evangelischen Friedhof am Wasserturm.
In der Friedhofskapelle:
11.30 Uhr Begrüßung
Vortrag: „Geschichte des evangelischen Friedhofs und Präsentation der Festschrift“ Referent: Hans Martin Ruf
12.15 Uhr Musik (Coro Cantilenae)
12.30 Uhr Imbiss und Kuchen wie „anno dazumal“, Musik (Coro Cantilenae)
13. 15 Uhr und 14 Uhr Führung über den Friedhof: „ Steinerne Zeugen- lebendige Geschichte“
15. 30 Uhr Posaunenfeier (Andacht)
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