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Veranstaltung zum Ökumenischen Kirchentag in München
Sie ist davon überzeugt, dass verantwortliches Handeln der Kirchen sich heute an den Aufbruch- und Befreiungsbewegungen in anderen Teilen der Welt orientieren muss. „Gerade in Lateinamerika, wo die Kluft zwischen Reich und Arm so groß ist wie in keinem anderen Kontinent, geriet in den letzten Jahren viel in Bewegung. Zahlreiche Gruppen und Initiativen wurden gebildet. Deren Mitglieder protestieren gegen Sozialabbau, Privatisierungen, wirtschaftliche Deregulierung und die daraus resultierende Verelendung immer größerer Bevölkerungsteile. Millionen Vertriebene und Landlose klagen ihr Land ein, indigene Bevölkerungsgruppen fordern den Schutz des Regenwaldes, Frauen kämpfen für Anerkennung und Bürgerinnenrechte, ArbeiterInnen übernehmen Betriebe. In diesen Veränderungsprozessen spielt auch ein christlich motiviertes und befreiungstheologisch inspiriertes Christentum, das sich der Option für die Armen verpflichtet weiß, eine wichtige Rolle.“ Für Sandra Lassak ist eine missionarische Kirche als eine Kirche zu verstehen, die den Blick über den eigenen Kirchturm hinaus auf die Welt und das, was in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft geschieht, richtet. Eine Kirche, die sich an ganz unterschiedliche Lebensorte und -situationen von Menschen, besonders derjenigen, die von verschiedenen Formen sozialer Ausgrenzung, Not und Leid betroffen sind, begibt. Sie schreibt: „In solchen grenzüberschreitenden Kirchenbildungsprozessen entsteht somit auch ein neues über den konfessionellen Rahmen hinausgehendes Verständnis von Ökumene. Kirche verstanden als Schaffung solidarischer Gemeinschaften auf der Suche nach einer anderen Welt ist angewiesen auf neue BündnispartnerInnen und WeggenossInnen auch – oder gerade – auf diejenigen, die sich außerhalb herkömmlicher kirchlicher Räume, befinden.“ Einladung zum Vortrag in der Citykirche am 13. April, 19.30 Uhr. |
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