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Ein Beitrag von Dr. Albert Damblon
Pierre Stutz wurde 1953 in der Schweiz geboren, studierte Theologie und war lange als Jugendseelsorger im Bistum Basel tätig. Eine persönliche Lebenskrise führt ihn 1992 in die ehemalige Abtei de Fontaine-André, wo er ein „offenes Kloster“ gründet. Es entsteht eine ökumenische Gemeinschaft von Frauen und Männern, auch verheirateten, die miteinander eine Spiritualität im Alltag suchen und leben. Seit dieser Zeit beschäftigt sich Pierre Stutz mit der Mystik. 2002 legt er sein Priesteramt nieder, weil er seine Homosexualität offen leben will. Wer meint, Spiritualität und Mystik passe nicht in eine moderne Stadtseelsorge, wird staunen, wenn er die Bücher von Pierre Stutz liest. Er thematisiert immer wieder notwendige Diakonie im Zusammenhang mit der Mystik, die eine ungeahnte Widerstandskraft gegen das Unrecht der Gesellschaft entwickelt. In seinem neuen Buch beschreibt er anhand von 60 mystischen Entwürfen – darunter viele evangelische z.B. die Konzepte von Thomas Müntzer, Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther King und Dorothee Sölle -, wie mystische Menschen „ermächtigt werden zum aufrechten Gang“. Mystik ist ein Abenteuer und „ein Plädoyer für ein lebensbejahendes Christentum. Da die Mystikerin Hildegard von Bingen in der „umarmenden Mutterliebe Gottes“ verwurzelt ist, findet sie die „Kraft zum Kampf für Gerechtigkeit“. Stutz sieht ebenfalls die Schattenseiten der Mystik und grenzt sich deutlich davon ab. Nach einer Buchsprechung stellt er eine Mystik vor, die wir dringend brauchen. Deshalb laden Christuskirchengemeinde, Hauptpfarre, Cityseelsorge und das Kath. Forum zum diesjährigen „Ökumenischen Impuls“ mit Pierre Stutz ein. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von einem faszinierenden Entwurf überzeugen. Der Autor stellt sein neues Buch am 21.November 2008, 19.30 Uhr in der Citykirche, Alter Markt vor. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch und zum Bücherkauf (Pierre Stutz, geborgen und frei Mystik als Lebensstil, Kösel Verlag München 2008). |
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