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Sammlungen laufen jetzt an
Seit 1982 gibt es unsere Siebenbürgenhilfe; seit 1990 schicken wir große LKW mit gebrauchter Kleidung und Schuhen nach Rumänien, und seit 5 Jahren besteht dort ein mit unserer Hilfe gegründeter „Second-Hand-Shop“ (Foto: Kleiderkammer im Shop) . Hier können die Menschen, die in und um Heltau in Siebenbürgen leben, zu ganz geringen Preisen gebrauchte Kleidung und Schuhe, aber auch Haushalts-gegenstände „kaufen“. Zuerst musste sich die Bevölkerung an diese Einrichtung gewöhnen, aber jetzt ist allgemein bekannt, wie preisgünstig dort Kleidung zu bekommen ist. Acht Menschen, die seit Jahren arbeitslos waren, sind dort tätig: Sie öffnen die von uns übersandten Kleidersäcke, bügeln und falten alles liebevoll, stapeln die Kleidung in Regale und warten auf den Ansturm der „Kunden“, der von Monat zu Monat zunimmt. So wurden nicht nur 8 Arbeitsplätze geschaffen, sondern der „Second-Hand-Shop“ erwirtschaftet nach Abzug aller Kosten und Löhne einen „Gewinn“ von ca. 13.000 Euro pro Jahr, eine sehr hohe Summe, liegt doch das durchschnittliche Einkommen einer Familie bei 200 Euro im Monat, wobei die Lebensmittelpreise so hoch sind wie bei uns. Rentner müssen monatlich mit 20, 30 oder höchstens 50 Euro auskommen. Hier erlebe ich Armut, die für uns nicht vorstellbar ist. Oft haben die Menschen keinerlei Lebensmittelvorräte und sitzen im Winter (bei Temperaturen bis minus 20 Grad) in der ungeheizten Stube, weil sie die Gasrechnung für die Heizung nicht bezahlen können. Und hier hilft der „Second-Hand-Shop“: Die Bedürftigen bekommen Lebensmittelgutscheine oder einen finanziellen Beitrag zum Bezahlen der Gasrechnung; für die alten Menschen wird „Essen auf Rädern“ finanziert; in den Kindergärten wird sichergestellt, dass auch am Monatsende noch ausreichend Geld zur Verfügung steht, um mittags eine warme Mahlzeit zubereiten zu können; alte Menschen erhalten einen Zuschuss für Medikamente, denn die Krankenkassen sind so pleite, dass sie die Finanzierung von Arzneien schon lange gestrichen haben. Es gibt in Rumänien weder eine Arbeitslosenhilfe noch ein Sozialamt, das heißt, wenn ein Familienvater seine Arbeit verliert, dann haben seine Angehörigen überhaupt kein Einkommen mehr – niemand kümmert sich um diese Menschen. Seit 5 Jahren ist das in Heltau anders geworden: Es gibt eben den „Second-Hand-Shop“. Ganz besonders sollte hervorgehoben werden, dass allen in diesem Ort, ob sie Siebenbürger Sachsen sind oder orthodoxe Rumänen oder Sinti und Roma (Zigeuner) – allen geholfen wird. Ich hörte bei meiner Reise nach Heltau im November 2003: Dieser Shop ist für unseren Ort ein Geschenk des Himmels! Bitte, helfen Sie uns, in ausreichendem Umfang gebrauchte Kleidung, Schuhe und kleinere Haushaltsgegenstände zu sammeln, damit wir auch weiterhin jährlich vier Riesen-LKW nach Heltau schicken können. Auf jeden passen 600 Säcke mit Kleidung und 300 Umzugskartons. Konto: Diakonisches Werk Mönchengladbach e.V., Spende Siebenbürgen, Konto-Nr. Stadtsparksse 213934 (Bankleitzahl 31050000). Herzlichen Dank im voraus. |
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