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Seit 1994 in Mönchengladbach aktiv....
Die Gladbacher Tafel
Ein Bericht von Wolfgang Hess

Brigitte Carmanns-Giebel
Das kann doch nicht sein: Täglich werden grosse Mengen an Lebensmitteln weggeworfen oder vernichtet. Gleichzeitig gibt es Menschen, die sich und ihre Kinder nicht ordentlich ernähren können. So empfinden die 40 Männer und Frauen, die sich in der „Mönchengladbacher Tafel“, einem eingetragenen Verein, zusammengefunden haben. Tag für Tag sammeln sie Lebensmittel bei Großmärkten, Bäckereien, Metzgereien, Lebensmittelläden und Landwirten und verteilen sie an bedürftige Menschen und karitative Institutionen.
1994 wurde die „Tafel“ von Gisela Lüpertz und Ursula Schroeder gegründet. In Frühjahr 2005 ist der Tafel-Laden an den Fleener Weg 48 in Uedding gezogen. Die neuen Räume haben viele Verbesserungen gebracht. Die größeren Gegebenheiten bieten wesentlich optimalere Möglichkeiten für die ehrenamtlichen Helfer den Belangen ihrer Kundschaft gerecht zu werden. Bei schlechtem Wetter oder bei winterlichen Temperaturen können sich die Kunden der Tafel unterstellen und sind geschützt.
An zwei Tagen in der Woche werden dort 100 bis 150 Familien mit Molkereiprodukte, Brot, Wurst, Gemüse und Obst versorgt. Insgesamt hat die „Tafel“ über 500 registrierte Familien, die regelmäßig den Laden aufsuchen. Und die Zahl der Bedürftigen steigt ständig.
Die Räume des Tafel-Ladens sind bis unter die Decke zugestellt mit prall gefüllten Regalen und Tiefkühltruhen. Dafür sorgen die 50 Sponsoren, die fest mit der Tafel zusammenarbeiten. Sie stellen Lebensmittel zur Verfügung, die nicht mehr verkauft werden können, aber verzehrfähig sind und deren Haltbarkeitsdatum nicht abgelaufen ist.
Um eine solche Aufgabe bewältigen zu können, braucht die „Tafel“ Menschen, die zupacken wollen und können. Menschen wie Brigitte Carmanns-Giebel. Die Kaiserswerther Verbandsschwester, die viele Jahre als Krankenschwester und als stellvertr. Pflegedirektorin in verschiedenen Krankenhäusern gearbeitet hat, ist seit 2002 Vorsitzende der „Tafel“. „Ich mache jetzt das, was ich mit 18 tun wollte: nämlich als Gemeindeschwester für Menschen da zu sein.“ Als sie angesprochen wurde, in der „Tafel“ mitzuarbeiten, sagte sie spontan zu. Und sie hat dies nie bereut. „Wir retten hier nicht vor dem Hungertod, aber wir ermöglichen Menschen ein menschenwürdigeres Leben, ein Stück schöneres Leben.“
Zur Zeit konzentriert sie sich besonders auf zwei Aufgaben: die „Tafel“ braucht noch Menschen, die bereit sind, einen Vormittag oder Nachmittag in der Woche mitzuarbeiten und die Tafel braucht Geldspenden, da sie keine festen finanziellen Zuschüsse erhält. Geldspenden z.B. für die monatlichen Betriebskosten von 1500 Euro für Strom, Heizung und die drei Fahrzeuge oder für die Lebensmitteltüten, die am Heiligen Abend an alle Familien ausgegeben werden.
Nach meinem Besuch im Tafel-Laden und meinem Gespräch mit Brigitte Carmanns-Giebel weiß ich: hier wird mit Herz und Verstand etwas Sinnvolles für bedürftige Menschen getan. Und ich weiß auch, dass ich von nun an die Arbeit der „Tafel“ unterstützen werde. Tun Sie das doch auch. Vielleicht haben Sie etwas Zeit übrig, um im Laden mitzuhelfen, oder Sie können etwas Geld entbehren und für die Weihnachtstüten spenden. Brigitte Carmanns-Giebel wird es Ihnen danken. Und auch die Menschen in unserer Stadt, die durch die „Tafel Hilfe erfahren.
Der Tafel - Laden
Nachweislich bedürftige Einzelpersonen erhalten Lebensmittel kostenlos im Tafel-Laden auf dem Fleener Weg 48 im Stadtteil Uedding. Der Laden ist zu folgenden Zeiten geöffnet: mittwochs 15.00 - 16.00 Uhr (A-L) , freitags: 15.00 - 16.00 Uhr (M-Z), samstags: 15.00 - 16.00 Uhr (alle). |
Kontakt
Mönchengladbacher Tafel e.V., Fleener Weg 48, 41065 Mönchengladbach, Telefon 02161-890516, Fax 02161- 912443, mgtafel@t-online.de, www.mg-tafel.de, Spendenkonto: Stadtsparkasse Mönchengladbach, BLZ 310 500 00, Konto Nr. 96 222 |
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