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Zeichen der Solidarität
Verkauf
fair gehandelter Produkte in der Christuskirche
Das
Presbyterium der Christuskirchengemeinde hat beschlossen, den Fairen
Handel zu unterstützen. Dazu sollen fair gehandelte Produkte zunächst
an einem Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst in der Christuskirche
an Gemeindeglieder verkauft werden. Außerdem soll im Kirchen-Kaffee
der Gemeinde fair gehandelter Kaffee und Tee angeboten werden. In
der Begründung des Fachausschusses für Diakonie, in dem die Idee zu
dieser Aktion entwickelt wurde, heißt es dazu:
"Fair
gehandelte Produkte sind mehr als eine Bereicherung unseres Speisezettels.
Die Bauern erhalten für ihre Produkte einen Erlös, der über den Weltmarktpreisen
liegt. Durch langfristige Verträge, sichere Abnahmemengen und den
direkten Einkauf bei den Erzeugern (ohne dass Zwischenhändler den
Erlös mindern) können Kaffeebauern und Teepflückerinnen in der "Dritten
Welt ihr Einkommen steigern. Und so verdienen sie Geld für Bildung
und medizinische Versorgung. TransFair, der Verein zur Förderung des
fairen Handels mit der Dritten Welt, fördert benachteiligte Produzenten
in Afrika, Asien und Lateinamerika. Träger sind außer Brot für die
Welt 39 andere Organisationen aus den Bereichen Entwicklungspolitik,
Kirche, Sozialarbeit, Verbraucherschutz, Bildung und Umwelt. Durch
diese Aktion kann unsere Gemeinde einen aktiven Beitrag zu den o.
g. Zielen leisten. Dies ist wichtig, damit wir auch in die sogenannte
Dritte Welt ein Zeichen aktiver Solidarität geben und damit wir uns
nicht nur um unsere vergleichs-weise geringen Probleme
hierzulande kümmern.
Auf Vermittlung von Frau Agbor-Pearson,
Gemeindepädagogin im 2. Pfarrbezirk und seit Jahren ehrenamtlich im
Eine Welt Laden aktiv, hilft uns der Eine Welt Laden, unserer Aktion
"Schwung zu verleihen. Wir beziehen dort die fair gehandelten Produkte
wie Kaffee, Tee und Schokolade als Kommissionsware. Dies bedeutet,
dass wir die bereitgestellte Ware erst nach dem Verkaufstermin
abrechnen müssen. Eine entsprechende Zusammenarbeit existiert bereits
mit anderen Kirchengemeinden in Mönchengladbach.
Über den (Fairen) Handel
heißt es im ersten Brief des Paulus an die Thessalonicher (4,6): "Niemand
gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr
ist ein Richter über das alles, wie wir euch schon früher gesagt und
bezeugt haben. Im Neukirchener Kalender ist dazu weiter ausgeführt:
"Gott, unser Schöpfer, kennt uns besser als wir selber und bietet
an, dass wir uns in allen Lebensbezügen von ihm leiten lassen. Die
Bibel scheut sich dabei nicht, so alltägliche Dinge wie den Handel
in Beziehung zu Gott zu bringen. Unser Herr hat dabei ein Geschäftsleben
vor Augen, das von Ehrlichkeit und Sorge für das Ganze bestimmt
ist.
Was hat diese Forderung
des Paulus mit uns zu tun? Im Aufruf der landesweiten Kampagne zum
Fairen Handel in NRW ist hierzu beispielsweise ein Hinweis zu finden:
"... Dabei gibt es im Norden
wie im Süden unzählige Menschen, die sich verantwortungsvoll der Landwirtschaft
widmen. Doch der Weltmarkt dankt es ihnen mit Hungerlöhnen. Kaffeebauer
ist heute nur noch, wen die Not dazu zwingt. Sollte das einzige landwirtschaftliche
Produkt mit erträglichen Erzeugerpreisen wirklich Kokain sein? Die
Folgen wären katastrophal. Als engagierte Verbraucher wollen wir uns
damit nicht zufrieden geben. Wir werben für einen besseren, einen
fairen Handel zwischen den Völkern dieser Welt.
Die Verkaufstermine in der Christuskirche:
immer Sonntags nach dem Gottesdienst gegen
12 Uhr
1.8.2006
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