Ein Beitrag des Diakonischen Werkes Mönchengladbach e.V.
'Zeitspender' bringen Leben in die Bude...

„Großes Kino“, sagen Jugendliche, wenn ihnen etwas besonders gut gefällt. Ältere Menschen schütteln über solche Redensarten oftmals den Kopf – vielleicht aber nicht immer. Möglicherweise machen sich die Bewohner des Ludwig-Weber-Hauses dieses „moderne“ Lob zu eigen. Und meinen es dann wörtlich.

In dem Wohn- und Pflegeheim des Diakonischen Werks soll es nämlich bald ein „Seniorenkino“ geben – wenn denn alles so läuft, wie es sich Regina Meininger vorstellt. Sie ist Ehrenamtskoordinatorin und hat eine ganze Menge Pläne. Nicht nur das Kino steht auf ihrer Liste. Die Ideen zu verwirklichen funktioniert allerdings nur mit der Hilfe Ehrenamtlicher. „Wir wollen die ehrenamtliche Arbeit im Ludwig-Weber-Haus ganz neu aufbauen“, sagt Regine Meininger. Und deshalb findet man die Koordinatorin fortan auch vor Ort, im Ludwig-Weber-Haus.

Nach dem Umzug des Wohn- und Pflegeheims vom Zentrum in den Neubau an der Bettrather Ehrenstraße hat sich die Zahl der festen ehrenamtlichen Helfer reduziert. Aber mit deren Unterstützung wird das Leben im Altenheim bunter. „Jeder Kontakt tut den Bewohnern gut, der Leben in die Bude bringt.“ Und es sind oft nur wenige Stunden in der Woche oder im Monat, mit denen die „Zeitspender“ den Bewohnern, aber auch sich selbst Gutes tun.

„Es gibt in den letzten Jahren eine Veränderung im Ehrenamt“, beobachtet die Koordinatorin. „Viele sagen sich: ,Ich möchte dafür auch etwas haben, möchte die Fähigkeiten, die ich besitze, in meine Taten einfließen lassen`.“ Und diesem Wunsch steht nichts im Wege. „Heutzutage läuft es nicht mehr so, dass die Helfer nach dem Motto: ,Mach das irgendwo!’ eingesetzt werden.“

An ihre Tätigkeit herangeführt werden die Helfer in mehreren Schritten. In einem Kontaktgespräch „gucke ich, was die Leute mitbringen und wo sie tätig werden könnten“, sagt Regine Meininger. In einer sechswöchigen Schnupperphase lernen die Ehrenamtlichen verschiedene Tätigkeitsbereiche kennen. Entscheiden sie sich schließlich für eine bestimmte Mitarbeit, kann es auch schon los gehen. „Dann übergebe ich Ehrenamtler den Praxisanleitern.“

Mit ihren Aufgaben alleingelassen werden die Mitarbeiter niemals. „Es finden regelmäßig Treffen statt. Der Kontakt untereinander ist sehr wichtig. Man braucht eine Anbindung“, sagt die Koordinatorin. Darüber hinaus gibt es spezielle Schulungen für diejenigen, die in Form einer individuellen Betreuung den engeren Kontakt zu den Bewohnern suchen oder zum Beispiel eine Seniorenpatenschaft übernehmen. „Ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich speziell für den Umgang mit dementiell veränderten Bewohnern qualifizieren möchten, bieten wir eine 30-stündige, kostenlose Schulung an.“ Am Ende der Schulung bekommen die Teilnehmer ein Zertifikat.

Die nächste Schulung findet vom 19. September bis zum 14. November im Ludwig-Weber-Haus statt. Weitere Auskünfte speziell zu dieser Veranstaltung, aber auch zur ehrenamtlichen Mitarbeit prinzipiell erteilt Regine Meininger, Ruf 0 21 61/98 008 662.

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