
Krankenhausseelsorge in Mönchengladbach
Menschen, die ein Krankenhaus aufsuchen müssen, werden aus ihrer gewohnten Lebenswelt gerissen. Oft gehen Ängste mit: "Was wird mit mir? Komme ich als die oder der zurück, als die oder der ich hineingegangen bin?" Ärztliche Kunst und pflegerisches Engagement vermögen heute sehr viel, Unsicherheit bleibt.
Menschen, die einen Angehörigen oder Freund im Krankenhaus wissen, sind manchmal überfordert oder unsicher, wie sie mit ihm und der Situation, wie sie mit der Zukunft umgehen sollen.
Viele verschiedene Menschen arbeiten im Krankenhaus. Sie sind verschiedenen Belastungen ausgesetzt, die nicht immer so einfach im Krankenhaus zurückgelassen werden können, wenn die Arbeitszeit zu Ende ist.
Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger sind Begleiterinnen und Begleiter in der Lebens- und Arbeitswelt Krankenhaus.
Grenzsituationen des menschlichen Lebens gehören (fast) zum Alltag. Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger bieten Menschen im Krankenhaus an, mit ihnen über das zu sprechen, was sie gerade bewegt. Seelsorgerinnen und Seelsorger sind nicht im Diagnose- und Behandlungsablauf des Krankenhauses verplant, an keinen festen Ort gebunden und nicht vom Krankenhaus angestellt.
Sie können sich Zeit nehmen für Menschen,
— die Krankheit als Lebenskrise erfahren,
— deren Leben bedroht ist,
— die sterben,
— die geheilt sind,
— die sich über eine Geburt freuen,
— die Krankheit, Genesung oder Sterben miterleben,
— die unter den Belastungen der Arbeit im Krankenhaus leiden.
Dabei treffen Seelsorgerinnen und Seelsorger auf vielfältige Erfahrungen und Fragen religiöser, seelischer und sozialer Art. Sie versuchen, Menschen beizustehen und sie auf ihrem Weg ein Stück zu begleiten. Das geschieht häufig durch Gespräche. Wenn man sich aussprechen kann, klären sich die unterschiedlichsten Gefühle wie Hoffnungslosigkeit, Zorn und Angst, aber auch Freude und Dankbarkeit.
Seelsorge geschieht auch in Gottesdiensten, Andachten, Abendmahlsgemeinschaften (auch auf dem Zimmer), Krankensegnungen und Verabschiedung und Aussegnung von Verstorbenen. Diese Feiern bieten die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und sich mit der Situation, mit sich selbst und mit Gott auseinanderzusetzen. Oft werden gerade sie als Kraftquelle erfahren.
Das moderne Krankenhaus erfordert von Seelsorgerinnen und Seelsorgern eine besondere Qualifikation. Sie müssen vertraut sein mit den seelischen Auswirkungen von unterschiedlichen Krankheitsbildern und mit den medizinisch-ethischen Problemen, die sich in einem Krankenhaus stellen (z.B. Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch, Organtransplantation, Intensivmedizin).
Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger haben in der Regel eine zusätzliche Ausbildung, z.B. in Klinischer Seelsorge, Beratung, Gesprächstherapie oder Supervision. Das wird in manchen Krankenhäusern für die innerbetriebliche Fortbildung der MitarbeiterInnen oder den berufsethischen Unterricht an Krankenpflegeschulen genutzt.
Seelsorge wirkt auf diese Weise interdisziplinär am Heilungsprozeß der Patientinnen und Patienten mit. Sie ist auf Kooperation und Austausch mit allen Berufsgruppen angewiesen. |
Ev. Krankenhaus BETHESDA Mönchengladbach GmbH
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