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Ein Beitrag von Wolfgang Hess Viel vorgenommen hatten sich die Leitungsgremien der Christuskirchengemeinde und der Gemeinschaft der Gemeinden Stadtmitte, als sie sich zu einer Wochenendtagung im Haus Zoar trafen. Um die zukünftige Entwicklung der Gemeinden sollte es gehen, angesichts sinkender Gemeindegliederzahlen und Einnahmen. Um Fragen der Kooperation und der Arbeitsteilung. Bedrückende Fragen stellen sich zur Zeit viele auf evangelischer und katholischer Seite gleichermaßen. Und Antworten sind rar. Dass sich die Gemeindeleitungen der Innenstadtgemeinden nun zusammengesetzt haben, um gemeinsam an Antworten und Perspektiven zu arbeiten, ist ein mehr als ermutigendes Signal. ![]() Prof. Michael Ebertz trug seine Thesen engagiert vor! Unterstützt wurden sie dabei von Prof. Michael Ebertz aus Freiburg. Seine Thesen waren zunächst provozierend. Die Festlegung auf die Ortsgemeinde geht an den Menschen vorbei, stellte er fest, überfordert Haupt- und Ehrenamtliche und schließt die einen ab und die anderen aus. Die Lebenswirklichkeit der Menschen und die klassichen Gemeindekonzeptionen passen nicht mehr zusammen. Es findet ein Wandel von der wohnortbezogenen zur personenbezogenen Gemeindebildung statt. „Immer mehr Menschen suchen ihren religiösen Hunger dann zu stillen, wenn sie ihn haben, und dort zu stillen, wo das ‚Menü‘ ihnen passt, nicht nur zu Billigpreisen.“ Deshalb, so Ebertz, braucht es neue Modelle für die Gemeindearbeit, mehr Information und Kommunikation untereinander, Kooperation und Arbeitsteilung. Intensiv setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung mit diesen Gedanken auseinander, diskutierten, vertieften, versuchten, die Ebertz‘schen Impulse in die Niederungen der Gemeindearbeit zu übertragen. Am Ende wurden durchaus motiviert und in der Überzeugung, auf dem richtigen Weg zu sein, vier konkrete Vereinbarungen getroffen. 1) Es wurde eine Steuerungsgruppe eingesetzt, die das Erarbeitete weiterentwickeln und in die Gemeinden zurückgeben soll. 2) Der Informationsfluss untereinander und Kommunikation miteinander sollen verbessert werden, insbesondere im Blick auf die Gemeindezeitungen und das Internet. 3) Es soll geprüft werden, ob das Haus Zoar auf dem Kapuzinerplatz als ‚Haus der Kirchen‘ im Herzen der Stadt in ökumenischer Verantwortung geeignet und finanzierbar ist. 4) Die ökumenische Zusammenarbeit im Bereich der Citykirchenarbeit soll verbessert werden. Mit der Tagung haben die Gemeinden einen neuen Weg beschritten. Die Absicht war spürbar, diesen Weg nun auch entschlossen und zielgerichtet gemeinsam gehen zu wollen. |
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