2008
Irena Fasolo Kulis
       

Irena Fasolo-Kulis ist Lehrerin an der Montessori Grundschule in Mönchengladbach. Mit ihren Schülerinnen und Schülern besucht sie regelmäßig die Christuskirche, um dort Schulgottesdienste zu feiern. In ihrer Freizeit widmet sich Irena Fasolo-Kulis der Kunst.

In ihrem Atelier auf der Waldhausenerstraße malt die Kunstpädagogin, die in Köln bei Prof. Buchholz studierte, ausdrucksstarke, farbenprächtige Bilder. Die Farbe, die zufällige Form der Farbflächen, sowie die Struktur der Oberfläche stehen im Mittelpunkt. Die Malerei selbst bildet zunächst das Thema. Nach dem Auftragen der Farbschichten lässt die Künstlerin das, was bis jetzt entstanden ist, auf sich wirken, und entdeckt nun selbst Figuren und Gegenstände. Diese werden dann über Konturen hervorgehoben und bewusst formuliert.

Die Figuren in ihrer Bilderwelt sind angedeutet und abstrahiert, mal angeschnitten, mal ganzfigurig. Es sind Menschen. Mal scheinen sie mit dem Hintergrund, aus dem sie hervorgegangen sind, zu verschwimmen, mal grenzen sie sich klar von ihm ab. Der Betrachter wird zu einem kreativen Dialog aufgefordert. Er soll die Figuren und Motive aufspüren und weitere eigene Assoziationen entwickeln. Die Bilder entstehen aus dem Inneren und sollen das Innere des Betrachters treffen.

 
2005
Wolfgang Franken
         
 
Im Rahmen des Projekts „Kirche und Kunst“ hat der Mönchengladbacher Künstler Wolfgang Franken seine „Innenansichten“ gezeigt, einen Zyklus von sieben Skulpturen aus Ton und Gips, die sich mit den letzten Worten Jesu am Kreuz auseinandersetzen.
Über die Schriften des jüdischen Philosophen Martin Buber fand Wolfgang Franken zur Kunst und zu seinem Thema: die Schriften des Alten und Neuen Testaments. Seine „Innenansichten“ sind beeinflußt von der Glaubenswelt der koptischen Kirche, der ältesten christlichen Kirche in Ägypten. Zentrale Bedeutung hat für Wolfgang Franken das „Erkennen“: „Ich muss etwas erkennen, um es zu verinnerlichen und entfalten zu können.“
 
2004
Tanzforum München
             
     

Ein Mann hängt am Kreuz - und soll tanzen? Das Leiden Christi als abendfüllendes Ballett? Kann das gutgehen? Es kann: Einhelliger Beifall. Choreograph Eckhard Paesler hat für das göttliche Mysterium von Jesu Leben und Sterben bestürzend eindrucksvolle Bilder von bewegten Körpern gefunden. Seine hoch komplexe, dabei sinnfällige Körpersprache war auf Anhieb verstanden worden. Paesler erreichte mit seinen zehn Tänzern einen belebenden Mix aus Handlungsballett und ausdrucksintensiver Abstraktion.

Johann Sebastian Bach hat eines seiner schönsten Oratorien nach dem Text des Johannes-Evangeliums gestaltet. Das Ballett des Tanzforums München folgte eng dem Oratoriumstext und bebilderte das Passionsgeschehen in einer allgemein verständlichen Symbolsprache. Auf ein Bühnenbild wurde bewusst verzichtet. Lediglich die Lichtgestaltung unterstützte die Aktionen der Tänzerinnen und Tänzer in der Christuskirche.

 
2003
Eva Borski
           
Kirche und Kunst - das ist ein inspirierender, den Blick weitender Dialog. 2003 war es die renommierte Künstlerin Eva Borski aus Düsseldorf, die in der Passions- und Osterzeit Impulse gab. Die Ausstellung wurde eröffnet am Palmsonntag, 13.April 2003, mit dem Gottesdienst. Den Gottesdienstbesuchern zeigte sich eine nicht nur farblich völlig veränderte Kirche. Die verhängte Empore, die Skulpturen in den Seitengängen und die Installation im Chorraum provozierten vielfältige Assoziationen, die in einem angeregten Gespräch mit der Künstlerin ausgetauscht wurden.
 
2002
Klaus Schmitt
             
   

Am 22./23.März 2002 wurde "es" in der Christuskirche installiert: ein Werk des Mönchengladbacher Künstlers Klaus Schmitt. Klaus Schmitt wurde 1955 in Korschenbroich geboren. Nach dem Abitur studierte er Erziehungswissenschaften, kath. Theologie und schließlich Kunst an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. Günther Uecker.

Der Meisterschüler von Günther Uecker hat mit seiner Installation wie Holger Koch und Friedhelm Beilharz im Jahr 2001 einen "anderen", "neuen" Blick auf das Passions- und Ostergeschehen eröffnet. Über die Intention seiner künstlerischen Arbeit sagt Klaus Schmitt:

"Mit meinen Skulpturen möchte ich den Raum sprengen. Bei meinen ersten bildhauerischen Arbeiten habe ich zunächst einmal die Skulpturen selbst gesprengt, indem ich mich entweder in ihnen einschloss, oder sie in meinem Umraum immer größer werden ließ bis sie mich fast erdrückten und ich sie zerstören musste, um mich von ihnen zu befreien. Meine so gewonnene Freiheit habe ich immer als Aufgabe gesehen, mit der adäquat umgegangen werden muss. Dabei spielt für mich die metaphysische Ebene eine wichtige Rolle, im Leben wie bei meinen plastischen Arbeiten, die Durchlässigkeit von innen und außen, der Gegensatz von Massivität und Transparenz, die Unschärfe, das Verhältnis von Offenheit und Geschlossenheit ..."

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