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2.2.4 Systemische Überlegungen
- In unserer Kirche (und damit auch in unserer Gemeinde) können sich aufgrund einer „Doppelbindung“ Reibungspunkte hinsichtlich der Ausführung von Arbeit und der Ausübung von Ämtern ergeben: einerseits agieren wir als Glaubens- und Wertegemeinschaft personenorientiert, andererseits als Institution/Organisation leistungsorientiert. Daraus resultiert ein Strukturproblem, das nicht aufzulösen, mit dem aber umzugehen ist: immer wieder kann es vorkommen, dass Menschen, die sich aufgrund ihres Glaubens und ihrer Einstellung in der Gemeinde engagieren wollen, nicht die adäquaten Qualifikationen für die Ausübung bestimmter Dienste mitbringen; oder aber Menschen, die wir aufgrund ihrer Qualifikation dringend brauchen, sich wegen ihres Glaubens und ihrer Einstellung nicht bei uns engagieren wollen oder nicht von uns eingebunden werden können.
- Auch der Druck, mit finanziell geringer werdenden Ressourcen umgehen zu müssen, zwingt zu Veränderungen:
Aufgrund der finanziellen Situation war es in den letzten 50 Jahren häufig möglich, zur Wahrnehmung kirchlicher Aufgaben entsprechende hauptamtliche Stellen einzurichten. Die hauptamtlichen Stellen werden nun wegen der geringer werdenden finanziellen Ressourcen reduziert, die Aufgaben und Bedürfnisse aber bleiben. Für die Gemeinde liegt eine große Chance darin, dass dem Ehrenamt zunehmende Bedeutung zukommt. Letztlich ist das zugleich eine Rückbesinnung auf eine der Wurzeln unserer Kirche (2.3.2).
- In der Situation der Diaspora möchte die Gemeinde die ökumenische Arbeit wertschätzen und vertiefen. Sie zeigt damit auch ihre Verbundenheit mit der Stadt und der Bevölkerung. Gleichzeitig gilt es, das evangelische Profil zu schärfen, um in einer katholisch geprägten Region erkennbar zu sein und zu bleiben.
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