2.2.3  Finanzen

Situationsbeschreibung
Wurde die Gemeinde in einer Zeit stetig steigender Kirchensteuereinnahmen gegründet, ist seit fünf Jahren der umgekehrte Trend zu beobachten. Die der Gemeinde zur Verfügung stehende Kirchensteuer verringert sich drastisch, zum Beispiel von 1999 – 2004 um 13,1%.
Die Ursachen hierfür sind vielfältig: wie schon unter 2.2.2. erwähnt, übersteigt die Zahl der Austritte die der Eintritte im Verhältnis 4:1. Gravierender wirkt sich allerdings die Abhängigkeit der Kirchen - von der Lohn – und Einkommenssteuer aus: diese Abhängigkeit bedingt ein verringertes Kirchensteueraufkommen aufgrund der Steuerreform mit verringertem Eingangssteuersatz und der wirtschaftlich schlechten Lage der Stadt mit einer Arbeitslosenquote von ca. 11-12%.
Wegen dieser Arbeitslosenquote und der demographischen Entwicklung unserer Gemeinde zahlen lediglich ca. 35% der Gemeindeglieder Kirchensteuer.
Aufgrund des für die Gemeinde verbindlichen Umlagensystems sind wiederum   52,6% des zur Verfügung stehenden Geldes nicht frei verfügbar, sondern werden für den Kirchenkreis, die Landeskirche und die Verpflichtungen im Gemeindeverband und Diakonischen Werk weitergeleitet.
Der Haushalt der Gemeinde konnte in den letzten 4 Jahren nur noch durch erhebliche Mittel aus den Rücklagen ausgeglichen werden.
Ohne Umstrukturierungen wäre die Gemeinde darum in 5 Jahren zahlungsunfähig.

Aussichten

Ein erster Schritt war, im Februar 2004 das Dietrich – Bonhoeffer – Haus zu schließen und zu verkaufen.
Im Mai 2005 wird die durch Pensionierung frei werdende Pfarrstelle aufgehoben und die Gemeinde in drei Bezirke umstrukturiert.
Ab Januar 2007 wird eine freiwerdende Jugendleiterstelle nicht wieder besetzt.
Erhebliche Einsparungen werden auf Verbandsebene und beim Diakonischen Werk angestrebt (siehe unter 2.3.5, 2.3.9). Dies verringert den Trägeranteil unserer Gemeinde um 20 %.
Neue Wege zur Erschließung weiterer Mittel für die Arbeit in der Gemeinde sollen beschritten werden. Ein erster Schritt dahin war die Gründung der Stiftung „Himmel und Erde“ im Februar 2005.
Uns ist klar, dass die Erschließung weiterer finanzieller Mittel nötig ist, um die unter 2.3 beschriebenen Ziele erreichen zu können.

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