2.         Konzeption
2.1      Was uns leitet – Biblischer Auftrag und Vision

„Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.“ (Genesis 12,2)
Gott gebietet Abraham und Sarah, in ein unbekanntes Land aufzubrechen. Er verheißt ihnen dazu seinen Segen. Gottes Zusagen an Abraham und Sarah sind auch für uns gültig. Der Gott Abrahams und Sarahs und Vater Jesu Christi gibt dem Weg unserer Gemeinde Sinn und Ziel: Von ihm gesegnet, tragen wir seinen Segen zu den Menschen, mit denen wir leben.
Wie Abraham und Sarah trauen wir dabei Gottes liebender Zusage und sehen in unserer gegenwärtigen Situation des Umbruchs auch die Chance zu  neuen Aufbrüchen.
Gesegnet sein und Gottes Segen weitergeben - das heißt für uns im Einzelnen:

Gott erleben und über den Glauben reden können

Wir fragen nach Gott und dem Glauben und suchen aufrichtige Antworten.
Wir wollen aus einer lebendigen Beziehung zu Gott leben.
Wir wollen von unserem Glauben reden lernen.

Als Gemeinde glaubwürdig sein

Wir wollen persönlich und als Gemeinde glaubwürdig leben.
Unsere Taten sollen mit unseren Worten übereinstimmen.
Gottes Geist fordert uns heraus, in der Nachfolge Jesu zu leben und neue Schritte zu gehen.

Viele Menschen in unserer Gemeinde beteiligen

Je mehr Menschen ihre Begabungen, Erfahrungen und Kompetenzen einbringen, umso lebendiger geht es in unserer Gemeinde zu.
Kirche ist wie ein Haus aus lebendigen Steinen. Deshalb wollen wir Menschen ermutigen, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Alle Menschen in unserer Gemeinde sollen wissen, dass ihre Mitarbeit erwünscht ist.
Wir begleiten und qualifizieren sie; ihren Einsatz schätzen wir sehr.
Unser Ziel ist eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden.

Gemeinschaft erleben

Von Gott angenommen, nehmen wir einander an.
Unsere Gemeinde ist den Menschen Heimat.
Offenheit und Transparenz bestimmen die Zusammengehörigkeit in der Gemeinde.
Als Ergänzung zu gemeindlichen Aufgaben entwickeln wir verlässliche Strukturen für die übergemeindlichen Aufgaben.
Die Gemeinschaft mit den Nachbargemeinden bauen wir aus und kommen zu     verbindlichen Absprachen.
Wir fördern ökumenische Kontakte.

Gottesdienste als Feste des Glaubens feiern

In den Gottesdiensten setzen wir unser Leben und Erleben mit unserem Gott
in Beziehung. So werden unsere Gottesdienste zu Festen des Glaubens und des Lebens.
Wir brauchen Gottesdienste, die die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit ansprechen und Hilfen für den Alltag geben.
Wir öffnen uns für vielfältige musikalische und andere kreative Ausdrucksformen.
Wir feiern Gottesdienste in unterschiedlichen Formen, die in ihrer Vielfalt eine
Bereicherung für die Menschen in der Gemeinde sind.
An der Vorbereitung und Gestaltung beteiligen wir viele Menschen.

Mitmenschliche Verantwortung wahrnehmen

Wir sagen Gottes Liebe zu uns Menschen weiter und lassen uns in unserem
Handeln davon bestimmen.
Wir nehmen die besonderen Lebenssituationen der Menschen wahr.
In gottesdienstlichen Feiern sprechen wir ihnen mit Liebe, Fantasie und Sorgfalt
den Segen Gottes zu.
Gemeinsam sind wir auf der Suche, basierend auf unserem Glauben, nach verbindlichen Kriterien in ethischen Entscheidungen.
Wir suchen Menschen seelsorglich auf.
Kinder und Jugendliche erfahren in unserer Gemeinde, dass sie vor Gott und
den Menschen wertvoll sind. Für ihre Lebensthemen und Fragen finden sie
Raum und Gesprächspartner.
Wir wollen die unterschiedlichen Lebenssituationen von Menschen beachten.
Von ihren jeweiligen Glaubens- und Lebenserfahrungen wollen wir lernen.
Wir wollen Generationen übergreifende Begegnungen fördern.
Zu neu Zugezogenen wollen wir Kontakt suchen und sie einladen.

An einer lebenswerten Zukunft mitarbeiten

Gott will, dass seine Schöpfung in Gerechtigkeit und Frieden lebt. Davon
lassen wir uns leiten.
Auf der Grundlage der Heiligen Schrift suchen wir nach Orientierung bei aktuellen
Themen und bei Fragen, die uns bewegen.
Wir wollen uns in das Tagesgeschehen einmischen und Partei ergreifen,
wenn nötig auch gegen den Trend.
Wir treten für die Überwindung der unterschiedlichsten Formen von Armut,
Gewalt und Ausgrenzung ein.
Unsere ökumenischen Partnerschaften und Projekte mit Christen in aller
Welt sollen uns Impulse geben für unser Leben und Glauben.

 

Service
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