| Übersicht |
| Ev. Kirche im Rheinland |
| Ev. Kirche in Deutschland |
| Ev. Kirchenkreis Gladbach-Neuss |
| Diakonisches Werk Mgl. e.V. |
| Ev. Krankenhaus Bethesda |
| Neue Arbeit gGmbH |
| Stiftung Hephata |
|
Ein Beitrag von Monika Hüttenberger ![]() Schon zu Anfang des 16. Jahrhunderts (die Reformation begann 1517) hatten sich in Gladbach kleine mennonitische - so genannt nach dem vormals kath. Geistlichen Menno Simons - Wiedertäufergruppen niedergelassen und auf dem jetzigen Friedhof ihre Toten beerdigt, weit außerhalb der Stadt und heimlich. Sie wurden vertrieben, und ihnen folgten die Reformierten, vor allem in Rheydt und Wickrath. Aber auch hier handelte es sich um Kleingruppen, die nur heimlich ihre Gottesdienste feiern und unbemerkt ihre Toten beerdigen durften. Erst 1682 konnten sie (die Gemeinde war auf ca. 150 Personen gewachsen) sich öffentlich an die Stadt wenden und um die Erlaubnis bitten, in der Stadt eine Kirche zu bauen. Das Gesuch wurde zunächst abgelehnt, doch dann, zehn Jahre später, wurde die Erlaubnis erteilt, außerhalb der Stadt am heutigen Fliescherberg in einem Baumgarten von einem halben Morgen eine Kirche mit Friedhof zu bauen, bzw. anzulegen. Es existiert noch ein Bild davon, eine kleine Kirche, aber über ihrem Eingang prangt stolz und groß die Jahreszahl 1684! Dieser Platz wurde dann in den nächsten 150 Jahren friedlicherer Co-Existenz zwischen der katholischen Bevölkerung und der kleinen evangelischen Gemeinde natürlich zu klein. Nach Verhandlungen mit der Stadt wurde dann durch den evangelischen Pfarrer Zillessen, wahrscheinlich an einem Ewigkeitssonntag, am 26.11.1854 unser jetziger Friedhof eingeweiht. So viel zunächst zu den historisch gesicherten Daten.
Offiziell feierten wir im Jahr 2004 den 150. Geburtstag unseres Friedhofs. Aus diesem Anlass möchte ich Sie bitten, uns Geschichten von Gladbacher Familien zu erzählen, die den Friedhof mit finanziert haben oder auf ihm beerdigt worden sind. Oder nutzen Sie einfach die spärlicher werdende Herbstsonne für einen Spaziergang unter den herrlichen alten Bäumen. Die Festschrift zum Jubiläum finden Sie hier (pdf). Weitere Fotos haben wir hier zusammengestellt. Fotos: die Trauerhalle (unten), der Christusbrunnen (oben), die Grabstätte der Familie Koenigs (Mitte) |
|