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Ein Beitrag von Lothar Beckers ![]() Das alte Kirchlein von 1684 war nicht nur mit den für reformierte Kirchbauten üblichen klaren Glasfenstern ausgestattet, wie wir sie aus den Niederlanden kennen. Als Besonderheit war das alte Bethaus mit vier farbigen, kunstvoll gestalteten Fenstern geschmückt. Es handelte sich bei diesen kostbaren Kunstwerken um großzügige Schenkungen an die Gemeinde durch 1. die Generalsynode der Länder Jülich, Kleve, Berg und Mark, 2. die Gemahlin des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, die holsteinische Dorothea, 3. den Reichsfreiherrn von Quadt zu Wickrath und 4. die Eheleute Peter Lüps und seine Frau Sophia Schroten, die Schwiegereltern des Pfarrer Herminghausen. Über den Verbleib und das Aussehen der drei erstgenannten Fenster wissen wir heute nichts mehr. Lediglich das vierte Fenster der Eheleute Lüps/Schroten, das 1698 eingebaut worden war, ist uns noch in einer Abbildung erhalten geblieben (s. Abb.). Es zeigte die Wappenfiguren der Familien Lüps und Schroten und enthielt die Inschrift: „Peter Lüps und Sophia Schroten, Eheleuth thuen wir uns schreiben, bei Gott und der Wahrheit wollen wir bleiben, davon nicht weichen ab, bis wir gelegt werden in das Grab.“ Im Juni/Juli 1856 wurde die alte Kirche abgebrochen. Das Fenster der Lüps ging zurück in Familienbesitz. Mathias Johannes Lüps sen. ließ es in seinem Haus auf der Hauptstraße in Viersen im Flur des ersten Stockwerkes einbauen. Nach seinem Tode und dem Abbruch dieses Hauses gelangte es über die Witwe seines Sohnes Johannes an ihren Neffen Wilhelm de Joncheere, der es in dem von ihm bewohnten Jagdschloss Wasserburg bei Kleve in die Halle einbauen ließ. Damals wurde einige schadhafte Stellen vom Glasmaler Derix in Kevelaer ausgebessert. Zuletzt gelangte das Fenster im Jahre 1930 in den Besitz von Hugo Lüps in Düsseldorf, der es von dem renommierten Frankfurter Glaskünstler Prof. Otto Linnemann restaurieren ließ. Noch mindestens bis Ende der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts war dieses Fenster im Treppenhaus der Familie Lüps/Henkel in der Freytagstraße in Düsseldorf angebracht. Ob dieses Kunstwerk aus unserer alten Kirche die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges überstanden hat, ist uns nicht bekannt. |
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