Zwei evangelische Seelsorgebezirke in Odenkirchen
Die Entscheidung ist dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Odenkirchen nicht leicht gefallen: in seiner Januar Sitzung hat das Leitungsgremium beschlossen, die vakante 1. Pfarrstelle der Gemeinde nicht wieder zu besetzen. Der Grund liegt, wie in vielen anderen evangelischen Gemeinden im Rheinland in den zurückgehenden Gemeindefinanzen. Dabei schlagen weniger die Kirchenaustritte als das steigende Alter der Gemeindeglieder zu Buche. Für die kommenden Jahre wird ein weiterer Anstieg des Haushaltsdefizits erwartet. Das Presbyterium hat in einer Gemeindeversammlung die Gemeinde über den Beschluss informiert. Die beiden Gemeindepfarrer Raff und Jung wollen bis 2015 mit einer neuen Aufgabenverteilung dafür sorgen, dass die Veränderungen für die Gemeindeglieder möglichst wenig spürbar werden – so werden in Zukunft die drei Pfarrbezirke in zwei Seelsorgebezirke neu geordnet, der Konfirmandenunterricht und die religionspädagogische Arbeit in den Kindertagestätten und der Gemeinde finden weiterhin statt.
„Die Arbeit mit den Kindern ist eine der wichtigsten und anspruchsvollsten Aufgaben für die Zukunft!“ begründet Pfarrerin Raff diese Entscheidung. Darüberhinaus wird es auch weiterhin profilierte Angebote für die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde geben.
Zwar wird das Angebot der evangelischen Kirchengemeinde an den Schulen in Odenkirchen für’s erste ein wenig reduziert werden müssen, aber das Presbyterium ist sich einig, dass dieser Aufgabenbereich in Zukunft mit besonderem Augenmerk versehen werden soll. Dafür wird nun mit Hochdruck nach Lösungen gesucht. Für die Gemeindeversammlung kamen diese Beschlüsse nicht unerwartet. Dennoch wurden auch hier noch einmal Sorgen, aber auch Anregungen und Ideen für die Zukunft der Kirchengemeinde Odenkirchen laut.
Superintendent Hermann Schenck der die Gemeindeversammlung ebenfalls besucht hat, ist überzeugt: „Hier kommt eine große Aufgabe auf alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden der Gemeinde zu – aber darin liegt auch die Chance Kirche neu zu gestalten!“
Dass die beiden Pfarrer vor einer großen Aufgabe stehen ist allen Beteiligten klar und so steht auch die Entlastung von Angelika Raff und Dietmar Jung auf der To-Do Liste des Presbyteriums.
Im Jahr 2015 soll die Pfarrstellensituation in Odenkirchen neu geprüft werden.