Rosa Frank Haus

Adresse: 
Knopsstr.43-45
41061 Mönchengladbach

 

Das Rosa-Frank-Haus ist das älteste Gemeindehaus der Christuskirchengemeinde. Es wurde 1885 als Kleinkinderschule gebaut, gefördert durch eine kräftige Spende der Familie Busch.

An die Erziehrin Rosa Frank erinnert der Name des Hauses. Vom 1.1.1918 bis zum 31.3.1959 arbeitete und lebte sie im Rosa-Frank-Haus. In ihrer Dienstanweisung stand, 'dass die Mitglieder der Kinderheime den Kindern und deren Eltern.....in Liebe und herzlicher Zuneigung zu begegnen und ihr Amt als ein ihr von Jesus Christus aufgetragenes in seinem Geist zu führen (haben)'. Rosa Frank hat ihr ganzes Leben, ihre Arbeitskraft, ihre Freizeit der Sorge um die ihr anvertrauten Kinder gewidmet. Mit großer Herzlichkeit, eisern und pflichtbewußt hat sie unter heute unvorstellbaren Bedingungen im Kinderheim gearbeitet. Noch heute ist sie vielen im Westend als 'Tante Röschen' bzw. 'Tante Rosa' bekannt. Ältere erinnern sich noch daran, wie sie jedes Jahr mit ihren Kindern zum Fotografen zog, sie vorweg und die 80 Kinder hinter ihr an einer langen Leine folgend. Oder man erinnert sich an ihren Umgang mit dem damals unter Evangelischen verpönten St-Martins-Fest, das sie den Kindern nicht vorenthalten wollte und deshalb frei umwidmete: 'dann feiern wir eben den Geburtstag von Martin Luther!' In den notvollen Jahren gelang es ihr, für den Kindergarten die eine oder andere Spende zu erhalten, um den Kindern ab und zu an Festtagen etwas schenken zu können oder sie mit Milch und Kakao zu versorgen. Eine Gruppe von 6-8 Frauen aus der Gemeinde kümmerte sich auf ihre Anregung hin regelmäßig um die Kinder. Rosa-Frank starb am 13.September 1959 und wurde auf dem Gräberfeld für Lehrer und Pfarrer auf dem Ev. Friedhof am Wasserturm beerdigt.

Heute dient das Rosa-Frank-Haus als Begegnungsstätte für die Menschen im 2. Pfarrbezirk. Hier treffen sich Gruppen und Kreise. Hier 'lernen' die Konfirmanden. Hier spielen Kinder. Hier arbeiten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Und hier wohnt der Pfarrer des 2. Pfarrbezirks mit seiner Familie.